lis-1Und auch die Nachbarschaft zieht es wieder auf den Sportplatz. Bei Fußball, Boule und Gymnastik hatten Jung und Alt gemeinsam viel Spaß. Aus aktuellem Anlass heute mit einer kleinen Fotoaktion.

sportplatz-lissabonallee-am-vormittag-5Mit dem frühlingshaften Wetter erwacht auch der Sportplatz mehr und mehr zum Leben. Vormittags mit ganz kleinen Besuchern…

Sagten wir drei Jahre?

Sowohl Senatsverwaltungen als auch das Bezirksamt betonten immer wieder, dass das Tempohome nur für 3 Jahre errichtet wird. Wir standen dieser Aussage stets skeptisch gegenüber – und sollten leider Recht behalten. Denn der in dieser Woche zwischen Bezirk und Senat unterzeichnete Nutzungsvertrag beinhaltet nun doch das, was vorher kategorisch ausgeschlossen wurde: die Option der Verlängerung auf 7 Jahre. Das zeigt erneut, wie verlässlich die Aussagen der Beteiligten sind.

Buddeln ohne Baugenehmigung

Der Bagger hob 14 Löcher auf dem Sportplatz aus. Eine von uns beauftragte Akteneinsicht am gleichen Tag ergab, dass noch keine Baugenehmigung vorliegt. Laut BIM handele es sich lediglich um sogenannte bauvorbereitende Maßnahmen, die keiner Genehmigung bedürften. Fakt ist, der Sportplatz ist dadurch bereits unbespielbar. Wer kommt für den Schaden auf, wenn keine Baugenehmigung erteilt wird? Diese Frage blieb auf der gestrigen BVV unbeantwortet.

Eine unerwartete Antwort.

Mitte Dezember haben wir unsere Petition mit insgesamt über 500 Unterschriften bei den beteiligten Senatsverwaltungen, sowie bei BIM und LAF eingereicht. Den Erhalt dieser Schreiben haben uns alle Stellen bestätigt, einige hatten geäußert, nach ein wenig Bearbeitungszeit darauf zu antworten. Heute fuhr ohne Ankündigung der erste Bagger auf den Sportplatz! Ist dies jetzt die versprochene Antwort?

Unterschiedliche Berichterstattungen der Berliner Tageszeitungen

Tagesspiegel vom 14.12.16: an der Lissabonallee würden aktuell die bauvorbereitenden Maßnahmen beginnen (laut LAF-Sprecher) und die Fertigstellung sei für April/Mai 2017 geplant (laut BIM)

Und weiter: Der Senat will so schnell wie möglich sämtliche Turnhallen freiräumen. Dazu möchte er unter Berufung auf eine Notlage nach dem Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG) Unterkünfte, die bisher wegen Rechtsstreitigkeiten nicht freigegeben waren, nutzen.

Morgenpost vom 14.12.16: der Senat plant den sofortigen Freizug sämtlicher Turnhallen. Dazu wird ab sofort auf das Polizeigesetz im Rahmen der „Gefahrenabwehr“ zurückgegriffen. Bis Ende des Monats werden so 3500 Plätze für die Menschen in den Turnhallen (aktuell noch 2800) bereitgestellt.

Berliner Zeitung vom 15.12.16: es wird eine Übersicht mit den bis zum 2. Quartal 2017 geplanten Standorten veröffentlicht. Der Standort Lissabonallee ist nicht mit dabei.

 

Insgesamt also widersprüchliche Darstellungen von praktisch bereits in Bau bis gar nicht auf der Liste.